Eosinophile Ösophagitis

Beschwerden beim Schlucken ? EoE könnte die Ursache sein!

Was ist eine Eosinophile Ösophagitis (EoE)?

Die EoE ist eine spezielle Form einer Nahrungsmittelallergie und wird umgangssprachlich auch als »Ekzem der Speiseröhre« bezeichnet. Bei dieser Erkrankung kommt es durch auslösende Faktoren (meistens Nahrungsmittel) zu einer Entzündung mit Einwanderung von spezifischen Abwehrzellen, den sogenannten Eosinophilen, in das Gewebe der Speiseröhre. Diese Entzündung führt zu einer Schwellung und in späteren Stadien auch zu einer Vernarbung der Speiseröhre.

Eine EoE kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

Männer sind aus bisher unbekannten Gründen häufiger betroffen. Auch Menschen mit Allergien wie Asthma oder Nahrungsmittelallergien haben ein erhöhtes Risiko.

Beschwerden beim Schlucken ? EoE könnte die Ursache sein!


Woran erkenne ich, dass ich eine EoE habe?

Die meisten Erwachsenen mit einer EoE haben Schwierigkeiten beim Schlucken. Sie haben oft das Gefühl, dass das Essen langsam nach unten rutscht oder sogar stecken bleibt. Bei Kindern und Jugendlichen kann es unter anderem zu Bauchschmerzen und Erbrechen oder zu einem langsameren Wachstum kommen.

Manche Patient*innen leiden auch unter Sodbrennen, Brennen beim Essen oder Schmerzen in der Brust mit oder ohne Einnahme von Nahrung. Diese Symptome sind jedoch eher selten.

Wusstest du, dass…?

… die eosinophile Ösophagitis (EoE) heutzutage eine der häufigsten Ursachen für Schluckbeschwerden ist und diese Krankheit weltweit deutlich zunimmt?


Warum sollte eine EoE behandelt werden?

Es gibt drei gute Gründe eine EoE zu therapieren:

  • Wenn eine EoE nicht behandelt wird, kann die Speiseröhre vernarben. Dies erschwert die Behandlung und kann zu erheblichen Schluckbeschwerden führen. Mit der richtigen Behandlung kann diese Vernarbung jedoch verhindert werden.
  • Bei einer EoE kann es passieren, dass Nahrung in der Speiseröhre stecken bleibt. Das kann so schlimm sein, dass eine Notfall-Magenspiegelung notwendig ist, um die Nahrung aus der Speiseröhre zu entfernen. Eine gute Behandlung kann helfen, solche Probleme zu vermeiden.
  • Da Essen für die meisten Menschen ein wichtiger Teil des Zusammenseins ist, können Schluckprobleme das Wohlbefinden beeinträchtigen. Dies wurde auch bei der EoE festgestellt. Mit einer Therapie können diese Probleme aber gut behandelt werden.

Wusstest du, dass…?

… sich in Ländern mit westlichem Lebensstil schätzungsweise 1 Patient*in mit EoE unter 2.500 bis 4.000 Einwohner*innen findet?


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei EoE?

Zur Therapie der EoE kann man sich die drei »D´s« merken: Drugs, Diet, Dilation

  1. Drugs (Medikamente) – helfen, die Entzündung in der Speiseröhre zu hemmen und möglicherweise auch die Vernarbung, zumindest teilweise, leicht rückgängig zu machen.
  1. Diet (Ernährung) – eine spezielle Diät für Patient*innen mit EoE – dies ist die einzige Therapieform, welche die Entzündung nicht nur unterdrückt, sondern die Ursache direkt therapiert.
  1. Dilation (Aufweitung) – eine Aufdehnung der Speiseröhre – dies wird hauptsächlich bei einer Vernarbung verwendet und therapiert die Entzündung nicht mit.

Eine EoE ist nicht heilbar, aber in der Regel gut behandelbar. Sie kommt immer wieder, wie Asthma oder Hautausschläge. Daher ist es wichtig zu beachten, dass die Behandlung nicht einfach abgebrochen werden darf.


Was mache ich, wenn mein Essen in der Speiseröhre steckenbleibt?

Eine Komplikation einer EoE kann eine Bolusimpaktierung (Steckenbleiben der Ernährung) sein. Wenn nach 1–2 Stunden und wenig trinken von kohlensäurehaltigen Getränken die Nahrung weiterhin festsitzt, sollte eine Notfall-Ambulanz mit der Möglichkeit einer Entfernung durch Endoskopie (Magenspiegelung) aufgesucht werden. Auf jeden Fall soll aber bei unerklärlichem Steckenbleiben von Nahrung ein Facharzt aufgesucht werden, selbst wenn der Bissen sich von selbst wieder löst.


Info-Broschüre: EoE – Wenn schlucken zum Problem wird


Die Inhalte zum Kapitel „Eosinophile Ösophagitis“ wurden in Zusammenarbeit mit Dr. Falk Pharma Österreich GmbH erstellt.
(IM)JO01/01/03-2024