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Therapie einer CED 2018-05-23T14:27:13+00:00

Therapie einer CED

Was ist das Ziel einer CED Therapie? Die Arten der Medikation, Voruntersuchungen und Wirkungsweise, Möglichkeiten, den Therapieerfolg zu verstärken …

Das Ziel der CED Therapie

Erstes Ziel jeder CED Therapie ist es, die akuten Symptome und Schmerzen zu lindern und eine Phase der Beschwerdefreiheit zu erreichen. Diesen Zustand gilt es dann möglichst lange zu erhalten. Dieser beschwerdefreie Zustand heißt Remission. Die beschwerdefreie Phase wird je nach Ausprägung der Erkrankung auf unterschiedliche Weise erreicht und erhalten.

Dank neu entwickelter Medikamente können selbst schwer erkrankte CED-Patienten eine Lebensqualität erreichen, in der nicht allein die Krankheit ihren Alltag dominiert. Daher wird in der Behandlung versucht, die optimale Kombination von hoher Effizienz mit langanhaltender Wirksamkeit zu erreichen. Effizienz bedeutet in diesem Fall ein hohes Maß an positiver Auswirkung bei möglichst geringen Nebenwirkungen. Angefangen mit gut verträglichen entzündungshemmenden Medikamenten bei leichten Schüben über die Behandlung mit Cortison-Präparaten bis hin zur komplexen Immuntherapie oder einer Operation gibt es je nach Schweregrad der Erkrankung verschiedene Formen der Behandlung.

Entzündungshemmer, Immunsuppressiva und Biologika

Ein Großteil der Arzneimittel, die bei CED zur Anwendung kommen, fällt unter die Kategorie der immunsuppressiven Medikamente. Diese kommen bei hoher Entzündungsaktivität neben den Entzündungshemmern (wie z. B. Cortison) zum Einsatz, um die überschießende Reaktion des Immunsystems (Überschuss an Zytokin, mehr über die Rolle der Zytokine bei CED hier) herabsetzen. Es handelt sich hierbei um Stoffe, die unter anderem unerwünschte Entzündungsreaktionen des Körpers eindämmen, indem sie in den Immunhaushalt eingreifen. Allerdings wird gleichzeitig jedoch auch das Immunsystem geschwächt, was genaue Kontrolluntersuchungen vor und während der CED Therapie notwendig macht.

Die neueste Entwicklung der Immunsuppressiva sind die sog. Biologika (TNF-alpha Blocker und Anti-Integrin-Hemmer). Biologika kommen in Abwägung mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt zum Einsatz, wenn Steroide (Cortison) sowie Immunsuppressiva nicht bzw. nicht mehr wirken bzw. zu starken Nebenwirkungen führen und eine Operation nicht erforderlich ist. Diese höchst wirksamen Medikamente greifen besonders effizient in den Immunhaushalt ein und verlangen daher besonders intensive Vorbereitung durch Screenings / Untersuchungen, um Komplikationen zu vermeiden. Sie kommen meist zum Einsatz, wenn weder Entzündungshemmer noch herkömmliche immunsuppressive Medikamente die erwünschte Akut- oder Dauerwirkung erzielen. Biologika können bislang nicht oral verabreicht werden, wodurch regelmäßige Infusionen oder Injektionen notwendig sind, die sich der Patient selbst verabreichen kann.

Detailinformationen zu den verschiedenen medikamentösen Therapieformen siehe auch auf der Website von CED Nursing

Was ist das Ziel einer CED Therapie? Erfahren Sie mehr über die Arten der Medikation, Voruntersuchungen und Wirkungsweise, sowie Möglichkeiten mit Eigeninitiativen den Therapieerfolg zu verstärken.

Auch wenn eine Heilung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen bisher nicht möglich ist, müssen viele Patienten ihr Leben heute nicht mehr von der Erkrankung bestimmen lassen.

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Voruntersuchungen beim Einsatz von Immunsuppressiva

Besonders wichtig bei der Therapie mit Immunsuppressiva ist sowohl die genaue Untersuchung des Patienten im Vorfeld, was seinen Gesundheitszustand betrifft, als auch die Überprüfung von Wirksamkeit und Nebenwirkungen während der Behandlungszeit. Um Vorerkrankungen, z. B. latente Tuberkulose, auszuschließen, die in der Therapie unter Beeinflussung des Immunsystems zum Problem werden könnten, wird vor jeder Behandlung mit Biologika eine genaue Voruntersuchung vorgenommen.

Entstehen aus den Voruntersuchungen keine Gegenanzeichen, so wird im Rahmen der Induktionstherapie mit den Biologika begonnen. In dieser Startphase der Therapie ist zumeist entweder noch eine höhere Dosis oder ein kürzeres Intervall der Verabreichung, als in der Erhaltungstherapie, notwendig. Deshalb ist insbesondere zu Beginn der Therapie eine engmaschige Kontrolle ratsam, sodass ggf. Nebenwirkungen frühzeitig erkannt, aber auch das Ansprechen auf die Therapie besser abgeleitet werden kann.

Kontrolluntersuchungen während der Therapie

Durch den intensiven Eingriff in das Immunsystem des Patienten ist eine weitere Beobachtung des Gesundheitszustandes bzw. anderer Erkrankungen während der gesamten Therapiezeit sehr wichtig. Biologika schwächen nicht nur die schädliche Autoimmunreaktion gegen den Darm, sondern auch gegen Krankheitserreger, die somit vom Körper schlechter bekämpft werden können und unbedingt schnell erkannt werden müssen. Deshalb wird empfohlen, das von dem behandelnden medizinischen Personal vorgegebene Kontrollintervall bezüglich Blutabnahmen und Stuhlabgaben einzuhalten, um dadurch den Therapieerfolg zu unterstützen.

Mit Eigeninitiative zum Therapieerfolg

Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch, aufzuzeigen, wie der Betroffene selbst den Erfolg der Therapie begünstigen kann. Die aktive Auseinandersetzung des CED-Betroffenen mit der Erkrankung trägt viel zum eigenen Wohlbefinden bei. Das Achten auf richtige Ernährung, bewusste Stressbewältigung oder den Umgang mit Gewohnheiten wie Rauchen unterstützen nicht nur den Therapieerfolg in Akutphasen, sondern wirken sich auch positiv auf die Stabilisierung in der Remission aus. Darüber hinaus ist es neben der medizinischen Behandlung auch ratsam, weitere Hilfe in Anspruch zu nehmen: bei Selbsthilfegruppen Rat zu holen oder tiefergreifende Probleme in eine Gesprächstherapie einzubringen. Diese und noch viele weitere Möglichkeiten der Eigeninitiative von CED Betroffenen wirken sich positiv auf den gesamten Therapieverlauf aus. Nähere Informationen dazu auch im Kapitel „Dein Leben mit CED“

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Mut machen – Mut fassen!
Zukunftsängste und Sorgen um den Krankheitsverlauf, die Familie oder den Beruf sind normal, auch das private Umfeld von CED-Betroffenen macht sich große Sorgen. Der Austausch im Gespräch kann oft schon viel bewirken, auch das Annehmen psychologischer Betreuung zur Bewältigung der Ängste ist hilfreich, wichtig und bestimmt keine Schande!

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