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Gesundes Ess- und Trinkverhalten2018-09-28T11:53:34+00:00
herz

Gesundes Ess- und Trinkverhalten

Gesunde und ausgewogene Ernährung – ob mit oder ohne CED – ist gut bekömmlich, abwechslungsreich und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper braucht. Vor allem mit einer CED stehen die Schonung und der Aufbau des Darmes im Vordergrund, und durch deine Ernährung kannst du hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Klar ist allerdings, dass deine individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen am wichtigsten sind. Um dir eine bessere Orientierung zu geben, haben wir die wichtigsten Tipps für gesunde Ernährung und gesundes Trinkverhalten hier für dich zusammengefasst:

  • Heiß, scharf und fettig? – Versuche auf zu saure, zu scharfe, zu heiße, zu kalte oder zu fettige Lebensmittel zu verzichten. Besonders gut eignet sich eine schonende Zubereitung (gedämpft, gekocht, leicht angebraten) der Gerichte, mit schmackhaften Kräutern verfeinert. Verzichte auf größere Mengen frittierter und fettreicher Mahlzeiten sowie fettige Wurst- und Fleischsorten. Diese belasten deinen Darm zusätzlich. Außerdem bleiben bei leicht angebratenen, gedämpften oder gedünsteten Lebensmittel auch ausreichend Vitamine und Nährstoffe der Nahrung enthalten.
  • Lieber gekocht als roh! – Versuche übermäßigen Konsum von Rohkost (sprich rohes Obst oder Gemüse) zu vermeiden, um deinen Darm zusätzlich zu schonen. Obst kann man auch hervorragend warm zubereiten – diverse Kompotte oder beispielsweise Bratäpfel sind gut verdaulich und dazu noch köstlich. Auch Salate mit gekochtem oder gegrilltem Gemüse eignen sich als hervorragende Alternative zu ständigen Rohkost-Salaten.
  • Getreide und Erdäpfel eignen sich gut! – Reis, Nudeln, Dinkel oder Grieß werden meist gut vertragen. Aber auch gekochte Erdäpfel, Folienkartoffel oder Knödel sind meist gut verträglich.
  • Süßes und Schokolade in Maßen! – Keinesfalls muss man gänzlich auf die süßen Leckereien verzichten, jedoch gilt ein ganz klarer Grundsatz: kleine Mengen, dafür genussvoll essen! Vermeide vor allem große Mengen an fettreichen Süßwaren, wie z. B. Nougat, Marzipan, aber auch Süßwaren mit Zuckeraustauschstoffen (Süßungsmittel).
  • Wenn Schokolade, dann die Gute! – Gerade der Verzicht auf Schokolade fällt vielen von uns schwer. Glücklicherweise gibt es heutzutage schon ausreichend gesunde Alternativen. Die Qualität ist jedoch ein entscheidender Faktor. Der Konsum von Bio-Schokolade mit hohem Kakaoanteil und ohne Zucker wirkt sich nachweislich entzündungshemmend auf unseren Körper aus!
  • Nimm dir Zeit! – Genieße dein Essen langsam und in Ruhe und denke an das Sprichwort: „Gut gekaut ist halb verdaut!“
  • Gönne deinem Darm eine Pause! – Achte darauf, dass du nicht ständig Nahrung zu dir nimmst und dein Darm somit den ganzen Tag lang verdauen muss. Lass einige Stunden Zeit vergehen zwischen den Mahlzeiten und gönne deinem Darm vor allem in der Nacht eine Ruhepause. Versuche auch die letzte Mahlzeit am Tag zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen zu dir zu nehmen.
  • Trinke ausreichend! – Mindestens eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich sollte ein gesunder Erwachsener zu sich nehmen. Durch eine CED kann sich der Bedarf jedoch phasenweise deutlich steigern, u. a. durch anhaltende Durchfälle.
  • Die Wahl der Getränke ist wichtig! – Der ständige Konsum von zucker- oder kohlensäurehaltigen Getränken ist nicht empfehlenswert. Ärzte raten daher vor allem zu stillem Wasser bzw. stillem Mineralwasser und milden Tees sowie säurearmen Gemüsesäften.
  • Alkoholverbot bei CED? – Ein generelles Alkoholverbot, vor allem in Remissionsphasen, besteht bei einer CED nicht, es sei denn, der Beipackzettel deiner einzunehmenden Medikamente empfiehlt den generellen Verzicht ausdrücklich! Du solltest Alkohol jedoch nur gelegentlich und in geringen Mengen konsumieren. Während einer Schubphase solltest du gänzlich auf Alkohol verzichten.
  • Werde Nichtraucher! – Rauchen schadet generell der Gesundheit. Wenn du nun zusätzlich an einer CED leidest, solltest du auf jeden Fall auf das Rauchen verzichten, da Nikotin einen negativen Einfluss auf deinen Krankheitsverlauf haben kann.
  • Beweg dich! – Denn Sport hat nachweislich positive Effekte auf deinen Körper und den Verlauf deiner CED. Stress wird abgebaut, was sich wiederum positiv auf deinen Darm auswirkt. Vor allem bei Verstopfung hilft dir jeder Schritt, denn dann kommt auch dein Darm in Bewegung. Außerdem sorgt Sport dank der Endorphinausschüttung für hormonelle Ausgeglichenheit in deinem Körper und das ist wichtig für deinen Heilungsprozess. Durch die regelmäßige sportliche Betätigung wird Muskelmasse aufgebaut, diese bietet dir wiederum Schutz in Erkrankungsphasen und kann als Energiespeicher dienen.
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Gesunde und ausgewogene Ernährung – ob mit oder ohne CED – ist gut bekömmlich, abwechslungsreich und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper braucht.