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Ursachen & Symptome 2018-05-24T20:22:01+00:00

Ursachen & Symptome

Mögliche Ursachen und typische Anzeichen einer CED, CED-Check …

Ursachen einer CED

Die medizinische Forschung hat gezeigt, dass offenbar mehrere Faktoren zusammenwirken, um die Krankheit auszulösen. Hier ein kurzer Überblick:

  • Heute kennt man eine Reihe genetischer Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Bei einigen Patienten liegt eine familiäre Häufung der Erkrankung vor.
  • Ausschlaggebend scheint außerdem eine Barrierestörung des Darms zu sein. Während die Schleimhaut im Darm normalerweise für Bakterien eine unüberwindliche Barriere darstellt, können diese bei CED-Patienten in die Darmwand einwandern und dort eine Entzündung auslösen. Dieser Entzündungsprozess ist bei den Betroffenen fehlgeleitet, sodass längerfristig eine chronische Entzündung entstehen kann.
  • Schließlich gibt es Hinweise darauf, dass auch Umweltfaktoren an der Entstehung von CED beteiligt sein können. Belegt ist dies außerdem für das Zigarettenrauchen, das den therapeutischen Effekt von Medikamenten aufheben kann.

In Österreich leiden zunehmend jüngere Menschen an einer entzündlichen Darmerkrankung, wobei Männer und Frauen etwa gleich häufig betroffen sind.

Die Zahl der Krankheitsfälle ist in den letzten Jahrzehnten vor allem in den Industrienationen gestiegen. Möglicherweise wird diese Entwicklung durch den hohen Hygienestandard sowie durch ein verändertes Ernährungsverhalten der Bevölkerung gefördert.

Symptome einer CED

Die ersten Anzeichen, die auf ein mögliches Vorliegen einer chronisch entzündlichen Erkrankung (CED) hindeuten, sind: länger anhaltende Unterbauchschmerzen, Durchfälle und Gewichtsverlust. Zusätzlich können Fieber, eine tastbare Masse im Bauchbereich, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein hinzukommen.

Bei Auftreten oben genannter Symptome ist eine Untersuchung durch eine Gastroenterologen oder Allgemeinmediziner von größter Bedeutung, da ein frühes Diagnostizieren späteren Komplikationen vorbeugen kann. Weiters ist es wichtig, andere Ursachen dieser Symptome, wie z. B. Infektionen, Tumore etc., auszuschließen. Die Krankheit beginnt bei einigen Patienten schleichend, sodass oft längere Zeit vergeht, bis die Diagnose schlussendlich gestellt wird. Andere Patienten dagegen entwickeln schnell stark ausgeprägte CED Symptome.

CED verlaufen gewöhnlich schubförmig, können in wenigen Fällen aber auch dauerhaft aktiv sein, was nach fünf Jahren bei weniger als 5 % der Patienten der Fall ist. Mehr zur Diagnose von CED findest du hier

Die Rolle der Zytokine

Was passiert in meinem Körper bei einer CED? – vereinfacht gesagt, kommt es im Rahmen einer CED zu einer fehlgeleiteten Überreaktion der Immunabwehr insbesondere in den Schleimhäuten des Verdauungstraktes. Ein genauerer Blick auf die Vorgänge in den entzündeten Darmbereichen zeigt, dass die dort aktiven Immunzellen in hohem Ausmaß die entzündungsfördernden Botenstoffe – sog. Zytokine – produzieren.

Innerhalb des Immunsystems haben körpereigene Zytokine die Aufgabe, als Botenstoffe Informationen von einer Zelle zur anderen zu übermitteln. Damit sind sie wichtig für die funktionierende Abwehr körperfremder Substanzen. Normalerweise befinden sich Zytokine, die eine Entzündung fördern, und solche, die sie hemmen, im Gleichgewicht. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist dieses Gleichgewicht gestört.

Die Zahl der Krankheitsfälle ist in den letzten Jahrzehnten vor allem in den Industrienationen gestiegen, was möglicherweise durch den hohen Hygienestandard sowie durch ein verändertes Ernährungsverhalten der Bevölkerung gefördert wird.

Typische Anzeichen und CED Symptome im Überblick:

  • mehrmals am Tag wässriger oder breiiger Durchfall über einen längeren Zeitraum (oft auch ohne Blut)
  • Krämpfe und/oder Schmerzen im Unterbauch
  • leichtes Fieber
  • Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl
  • Blutungen aus dem Enddarm
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Beschwerden außerhalb des Magendarmtrakts (Gelenkentzündungen, knotige und entzündliche Hautveränderungen u. a.)
  • Beginn der Krankheit zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr
  • Krankheitsverlauf häufig in Schüben (Wechsel zwischen Verschlimmerungen und Verbesserungen)

Mache jetzt den Selbsttest! Du fühlst dich schon seit einiger Zeit unwohl und einige der typischen Anzeichen einer CED treffen auf dich zu? Dann mach jetzt den CED-Check!

CED-Check – zehn einfache Fragen geben Aufschluss

Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, blutige Durchfälle? Stuhldrang, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Fieber und Blutarmut? Die CED Symptome sind vielfältig. Die Beschwerden einer CED können jedoch variieren und somit ist die Erkrankung nicht immer einfach zu erkennen. Wichtig ist jedoch, dass die Diagnosestellung so früh wie möglich erfolgt, damit gezielt mit der optimalen Behandlung begonnen werden kann. Denn eine frühzeitige Diagnose kann spätere Komplikationen oder operative Eingriffe (z. B. Entfernung von Engstellen, künstlicher Darmausgang) vermeiden bzw. das Risiko dafür stark minimieren.

Die CED-Arbeitsgruppe des AKH Wien hat unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgruppe CED der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) einen Fragebogen entwickelt, der Ärzten und Patienten eine praktische Hilfestellung in der Früherkennung von CED ermöglicht.

Wann ist der CED-Check POSITIV?

Der CED-Check ist dann POSITIV, wenn mindestens eine der Fragen im Bereich 1–6 mit „JA“ beantwortet wurde. Dann sollten die Beschwerden so schnell wie möglich medizinisch abgeklärt werden. Wird eine der Fragen 7–10 mit „JA“ beantwortet, sollte erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich CED bestehen.
Siehe auch CED-Check

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